Im Reformhaus//Zur Krise des Bildungssystems

Jürgen Kaube
Im Reformhaus

Zur Krise des Bildungssystems

Herausgeber: Hamilton, Anne;
Hardcover, 176 Seiten
 

EPub 9,99 €
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Format: 11.5 x 18.5 cm
Erscheinungstermin: Februar 2015
ISBN 9783866744073

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Inhalt

Die deutsche Bildungspolitik glänzt durch Kurzatmigkeit und Reformeifer. Kaum ein Jahr vergeht, ohne dass die Kultusministerien umfangreiche Richtlinien und Erlässe verabschieden und deren prompte Umsetzung einklagen. Gleichbehandlung ist das Zauberwort, die Folgen ihrer Verwirklichung bleiben unreflektiert. Mittlerweile wird das Abitur als Instrument der sozialen Chancenverteilung betrachtet. Damit gerät die Schule unter enormen Erwartungsdruck. Geistlose Interpretationen von Statistiken und internationalen Vergleichen sind ein Indiz für die Orientierungslosigkeit hiesiger Bildungspolitik.
An den Hochschulen schreitet die Bürokratisierung im Zuge des Bologna-Prozesses voran, hat sich die spezialisierte Forschung von der Lehre weitgehend abgekoppelt. Kommissionen werden berufen, die evaluieren und akkreditieren, und die Höhe der eingeworbenen Drittmittel entscheidet über akademische »Exzellenz«. Allmählich beginnt man, die Erhebungen der Pisa-Studie und die Folgen des Bologna-Prozesses zu hinterfragen.
Jürgen Kaube beobachtet und kommentiert seit nunmehr 15 Jahren die Entwicklungen der deutschen Bildungspolitik. In einer Situation, in der die Ideale nicht mehr zu den Gegebenheiten passen, unternimmt er es, eine Antwort auf die Frage zu finden: Welche Bildung wollen wir?
 
Im Jahr 2015 erhält Jürgen Kaube den mit 20.000 Euro dotierten Ludwig-Börne-Preis. Begründet ist die Wahl mit dem "herausragenden schriftstellerischen Vermögen" des in der Tradition der Aufklärung stehenden Preisträgers, der "die wissenschaftliche Kultur von Geist und Sache in luzider Klarheit und begriffsnaher Zuspitzung in den öffentlichen Raum" (FAZ) trage.
 
In der Sachbuch-Bestenliste von SZ und NDR wird »Im Reformhaus« im Mai 2015 auf Platz 5 geführt.
 

Pressestimmen

Sehen Sie hier Jürgen Kaube im Gespräch mit Peter Voß in der Sendung »Peter Voß fragt...« vom 20. Juli 2015

 

 

»Wer das Elend der Bildungsdebatten näher betrachten will, ohne darüber den Verstand zu verlieren und seinerseits Bildungsreformer zu werden, der kommt an dieser Sammlung von Essays nicht vorbei.«
Jens Bisky in: Süddeutsche Zeitung, 18. Februar 2015


 

»Der Band ist zweifellos ein lesenswerter Beitrag zur bildungspolitischen Debatte.«
Das Parlament, 09. März 2015


 

»Zu Jürgen Kaubes Erfahrung kommt ein sehr lesenswerter, unterhaltender Stil. Er findet deutliche Worte. (...) Die Krise des Bildungssystems wird wohl noch lang und kurvig werden. Ein kleiner Trost wäre es immerhin, wenn ihn weiterhin Essays wie diese säumten.«
Teresa Pancritus in: Münchner Merkus, 17. März 2015


 

»Schon der Titel ist eine gelungene Pointe. (...) Jürgen Kaube ist ein äußerst wacher, scharfer und sprachlich gewandter Beobachter der Bildungsszene. Seine Sammlung überarbeiteter Essays leuchtet einige Absurditäten gegenwärtiger Bildungspolitik gewinnbringend aus – und zudem einige fatale Weichenstellungen insbesondere in den Geisteswissenschaften.«

Sandra Pfister in: »Andruck« – Deutschlandfunk, 30. März 2015



Lesen Sie hier eine Buchvorstellung in der Sendung »Neue Bücher« auf NDR Kultur vom 20. April 2015.

 

»Mit der seltenen Begabung, das erblickte Elend auch auszuhalten, hat Kaube nun ein süffisant-bitteres Brevier vorgelegt, in dem er durch die Niederungen der deutschen Bildungsmisere flaniert.»
Harry Nutt in: Frankfurter Rundschau, 15. Februar 2015


 

Sachbuch-Bestenliste von NDR und SZ, Mai 2015

5. Jürgen Kaube Im Reformhaus

 

»Es macht Spaß, seine zugespitzten Analysen zu lesen, denn Kaube ist selbst im besten Wortsinn gebildet, aber nicht eingebildet. Und der langjährige Feuilletonist schreibt nicht zum Selbstzweck. (...) Vor allem verfolgt er ein echtes Anliegen, will nicht etwas zurück zu Schulen oder Unis von ›früher‹, als angeblich alles besser war.»
Jacqueline Boysen in: »Neue Bücher,« NDR Kultur, 20. April 2015


 

 

»Sehr sachlich und informativ»
Stefan Diebitz in: buchinformationen.de, April 2015


 

»Kaube plädiert für ein Bildungswesen, das wache Bürger hervorbringt.«
Deutsche Universitätszeitung, Ausgabe 08/Juli 2015


 

 

 »Eine Reihe von meist scharfzüngigen, immer aber scharfsichtigen und scharfsinnigen Aufsätzen.«
Hans-Albrecht Koch in: Neue Zürcher Zeitung, 18. August 2015


 

»Neben der hohen literarischen Qualität der Texte verdient der Sammelband vor allem deshalb Interesse, da seine Texte die Komplexität der vertrauten Problembeschreibungen steigern – sei es die einfache Zurechnung ungleicher Bildungschancen auf das Bildungssystem oder unternehmerischer Leitbilder auf den Neoliberalismus.«
Daniel Hechler in: die hochschule. journal für bildung und wissenschaft, 1/2015


 

»Jeder Abschnitt dieser Sammlung wird, je nach Interesse, dem Leser, der gedankliche Anstrengung nicht scheut, Gewinnn bringen.«
Guillermo Spreckels in: Gymnasium in Niedersachsen, 03/2015


 

»Als kleiner Baukasten kluger wissenssoziologischer Reflexionen im frühen 21. Jahrhundert sei dieser Band jedem im Bildungssystem Tätigen und an dessen Entwicklungen Interessierten empfohlen. (...) Diese dünne Bändchen bohrt dicke Bretter. Es bietet Orientierung für Bildungspolitiker und für die wachsende Berufsgruppe der Wissenschaftsmanager.«
Bernd Blaschke in: literaturkritik.de, 24. August 2015


 

»Der neue Herausgeber der ›Frankfurter Allgemeinen‹ seziert in zehn Essays auf sehr scharfzüngige Weise die Pathologien gegenwärtiger ›Bildungsrede‹: von der Schule bis zur Hochschule. (...) Kaubes Essays sind nicht hoffnungslos. Immer wieder schimmert die Hoffnung durch, dass das Pädagogische und Akademische unseres Bildungssystems überlebgen werde.«
Axel Bernd Kunze in: engagement – Zeitschrift für Erziehung und Schule, 4/2015


 

»Die Sammlung ist nicht gedacht, um sie in einem Zusammenhang zu lesen, doch wird, je nach Interesse, jeder Abschnitt dem Leser, der gedankliche Anstrengung nicht scheut, Gewinn bringen. Über die Inhalte hinaus ist zudem stets der Genuss einer unverkennbaren, ausgefeilten Sprache gewährleistet.«
Guillermo Spreckels in: Gymnasium in Niedersachsen, 3/2015


 

»Jürgen Kaube hat sich in seinem Essayband ›Im Reformhaus‹ die gebeutelten Institutionen unseres Bildungssystems Schule und Uni genauer angesehen.«
Barbara Sichtermann in: »Büchermarkt«, Deutschlandfunk, 19. April 2016
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