Mittwoch, den 06. September 2017 um 13:08 Uhr

Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor an Eckhard Henscheid

Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor an Eckhard Henscheid Copyright: zu Klampen Verlag

Eckhard Henscheid erhält den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2018. Dotiert ist die Auszeichnung mit 10.000 Euro.

Der Stiftungsrat begründete seine Entscheidung wie folgt: »Eckhard Henscheid hat als humoristischer Autor, als virtuoser, innovativer Stilist wie als satirischer Sprach- und Kulturkritiker die deutschsprachige Gegenwartsliteratur entscheidend mitgestaltet. Schier unermesslich ist sein Formenreichtum, vielfältig und feinsinnig, scharf, aber auch zart sein Ton, mit dem er ernsthaft scherzt und grotesk provoziert.«
Henscheid zählt zur Künstlergruppe der »Neuen Frankfurter Schule«, die das Komische in Literatur und Kunst neu justiert hat. 1979 war er Mitbegründer des Satiremagazins »Titanic«. Seinen ersten Roman »Im Kreis« veröffentlichte er 1968 unter Pseudonym im Selbstverlag. Im zu Klampen Verlag ist von Eckhard Henscheid 2003 »Die Nackten und die Doofen. Aufsätze zur Kulturkritik« erschienen.
Der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, gestiftet von dem Schriftstellerpaar Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner, wird seit 1985 von der Stiftung und der Stadt Kassel vergeben. Er zeichnet Autoren aus, deren Werk auf hohem künstlerischen Niveau von Komik und Groteske geprägt ist. Der erste Preisträger war Loriot; nach ihm wurden u.a. Ernst Jandl, Irmtraud Morgner, Robert Gernhardt, Wolf Haas und zuletzt Karen Duve ausgezeichnet. Der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2018 wird am 3. März 2018 im Kasseler Rathaus zum Abschluss des 8. Kasseler Komik-Kolloquiums verliehen
Der zu Klampen Verlag gratuliert seinem Autor zum Preis und zur Aufnahme in diesen illustren Kreis!

Die Nackten und die Doofen//Aufsätze zur Kulturkritik Eckhard Henscheid
Die Nackten und die Doofen
Aufsätze zur Kulturkritik

»Henscheid protokolliert, polemisiert. Gnadenlos. Nach Lektüre vor allem von Henscheids sprachkritischen Aufsätzen ist man sensibilisiert für verbale Moden. Für den ganz alltäglichen Wort-Wahnsinn.«
NDR