Die Beschämung der Philister//Wie die Kunst sich der Kritik entledigte

Christian Demand
Die Beschämung der Philister

Wie die Kunst sich der Kritik entledigte

Dritte Auflage 2012
Paperback, 334 Seiten
Format: 12.5 x 20.5 cm
Erscheinungstermin: September 2012
ISBN 9783934920323
Lieferzeit: 2-3 Tage

24,00 € inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand
Lieferzeit & Versandkosten


Inhalt

Texte zeitgenössischer Kunstkritik lesen sich oft wie groteske Produkte entfesselter Prosa. Hemmungslos werden wahre Schwälle rhetorischen Unfugs über das interessierte Publikum ausgegossen. Je professioneller der Rahmen, in dem eine Publikation zur Kunst erscheint, je näher sie den Institutionen der Kunstwelt steht, desto größer die Wahrscheinlichkeit, daß man darin auf enthusiastische Erlebnisaufsätze stößt. Nicht Dilettanten oder Gelegenheitsschreiber sondern Produkte ab, die man böswilligen Satirikern zuschreiben möchte, sondern die renommiertesten Vertreter ihrer Zunft.
Demand verfolgt die Entwicklung des Kunstkritikers vom urteilenden, die Perspektive des Publikums einnehmenden Betrachter zum öffentlichkeitsfernen Sprachrohr des Künstlers. Spätestens mit den Avantgarde-Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts hat sich die Position des Kritikers soweit gewandelt, daß er sich von der ursprünglichen Rolle des Betrachters in die einer Speerspitze »progressiver«, avancierter Kunstrichtungen versetzt fühlt.
Welche Auswirkungen dies auf die öffentliche Wahrnehmung von Kunst mit sich bringt, wie es die Öffentlichkeit von ihr entfremdet, wird in Die Beschämung der Philister auf thesenreiche, bizarre Wendungen nicht aussparende Weise dargelegt. Christian Demand nimmt seine Leser mit auf einen ausgesprochen unterhaltsamen Gang durch die Kunstgeschichte der vergangenen 200 Jahre.

Pressestimmen

»...Ein auf hohem theorie- und kunstgeschichtlichem Niveau durchargumentierter Traktat...«
Wolfgang Kemp, Süddeutsche Zeitung

Lesen Sie hier eine Rezension der ZEIT auf zeit.de

»Trotz der betonten Distanz zur zeitgenössischen Kunst verdient das Buch bei Fachleuten und Laien Beachtung. Denn Demand ist kein erklärter Gegner der gegenstandslosen Kunst. Ihm geht es nur darum, Übertreibungen und Irrtümer aufzudecken. Dabei führt er eine scharfe Klinge zur Ergötzung der Leser.«
Main-Echo

»Für diejenigen jedenfalls, die vor der Kunst nicht mehr auf den Knien liegen, ist Demands ›Beschämung der Philister‹ ein Muss.«
Artheon. Mitteilungen der Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche